
Das Wunder von Al-Andalus: Drei Kulturen, drei Künste! In Musik, Tanz und Poesie werden an diesem Abend Geschichten aus Al-Andalus erzählt, dem von den Mauren beherrschten Spanien des Mittelalters. Von der Schönheit maurischer Prinzessinnen oder der Vollmondnächte in der Alhambra, vom Palast der Freude oder den Dolmetschern von Toledo.
Vom 8. bis zum 15. Jahrhundert beherrschten die Mauren einen großen Teil der iberischen Halbinsel, und so mussten sich Christen, Muslime und Juden hier notwendigerweise miteinander arrangieren. Diese Koexistenz verlief naturgemäß nicht gänzlich konfliktfrei, aber es gab doch immer wieder lange Perioden des Friedens, geprägt von Toleranz und Respekt unter den Religionsgruppen, abgesichert durch Verträge und Bündnisse. Diese Jahrhunderte der Maurenherrschaft werden von in der Geschichtswissenschaft und Philologie daher auch gerne als „Das Wunder von Al-Andalus“ bezeichnet. Und überraschenderweise war es dann gerade das Miteinander der Kulturen, das eine besondere Blüte der Wissenschaften und Künste hervorbrachte, die ihresgleichen suchte — ein Miteinander, das Bauwerke wie die Alhambra, feinsinnigste Poesie und mitreißendste Musik erst ermöglichte — und das eine besondere Festkultur hervorbrachte, in der Musik, Tanz und Poesie unbedingt zusammengehörten!
An dieser Blüte möchte das Ensemble „Concierto Ibérico“ die Konzertgäste teilhaben lassen: Ein Fest voller Musik — von der Renaissance-Moresca bis zu Ravels Bolero. Mit dem Erzählkünstler John Rogers mit hispano-maurischen Geschichten von Irving und Nasruddin, sowie Gedichten von Goethe und faszinierenden Tanzdarbietungen von Anna Castillo. Sie setzt dieses Miteinander der Kulturen um mit Flamenco bis zeitgenössischen Tanzfusionen.
Juan González Martínez – Barockposaunen (Ltg.)
Inés Pina Pérez – Barockblockflöten
Izhar Elias – Spanische Gitarren
Lea Suter – 16-Fuss-Cembalo
Peter Kuhnsch – Perkussion
Anna Castillo – Tanz